Häufig gestellte Fragen zum Sozial-O-Mat

Welche Parteien dürfen am Sozial-O-Mat teil­nehmen? Wie wurde der Sozial-O-Mat ent­wickelt? Ant­worten auf die wich­tig­sten Fragen zum Sozial-O-Mat finden Sie hier.

Warum macht die Diakonie Mitteldeutschland einen Sozial-O-Mat?

Der Sozial-O-Mat ist spielerisch konzipiert und soll Spaß machen. Aber: Er ist kein Spielzeug, sondern ein Tool der politischen Bildung. Er soll Wählerinnen und Wählern eine leicht zugängliche, informative Entscheidungshilfe für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 geben. Und er soll einen Beitrag dazu leisten, überhaupt zur Wahl zu gehen: Denn nur wer wählt, entscheidet mit über die Zukunft Sachsen-Anhalts. Wir brauchen gut informierte Bürgerinnen und Bürger, die bereit sind, mit ihrer Wahl einen Beitrag zur Zukunft unserer Gesellschaft zu leisten.

Wer steht zur Wahl?

15 Parteien sind zur Wahl zugelassen, darunter die derzeit im Landtag vertretenen Parteien. Weitere Infos zu den zur Wahl stehenden Parteien gibt es auf der Website des Landeswahlleiters zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2026.

Was bringt es mir, den Sozial-O-Mat zu nutzen?

Den politischen Entscheidungen kommt bei dieser Wahl eine herausragende Bedeutung zu, vor allem im Hinblick auf die Gesellschaft und Sozialpolitik. Das gilt insbesondere angesichts der historischen Herausforderungen aufgrund des Klimawandels und der stärker werdenden Parteien mit rechter Gesinnung in Deutschland und Europa.

Viele Menschen in Sachsen-Anhalt stellen sich vor der Wahl Fragen wie:

  • Wie sorgen wir für eine gerechte Sozialpolitik und bekämpfen Armut?
  • Wie schaffen wir eine freundliche Aufnahmekultur für die Geflüchteten in Deutschland?
  • Wie können wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken?
  • Was können wir tun, damit alle Menschen sicher und ohne Existenzsorgen leben können?
  • Was tun wir für Bildung und Familien, wie unterstützen wir Ältere und Menschen mit Behinderungen?
  • Wie erreichen wir für alle Menschen eine gut erreichbare Versorgung im Krankheits- und Pflegefall?

Der Sozial-O-Mat soll die Wählerinnen und Wähler dabei unterstützen, diese Fragen für sich zu beantworten, und sie ermutigen, ihre Stimme abzugeben.

Was ist der Unterschied zwischen Sozial-O-Mat und Wahl-O-Mat?

Der Sozial-O-Mat funktioniert ähnlich wie bekannte Wahlentscheidungshilfen: Wählerinnen und Wähler bewerten politische Thesen und können ihre Antworten mit den Positionen der Parteien vergleichen. Der Unterschied liegt im Schwerpunkt: Der Sozial-O-Mat konzentriert sich auf soziale Fragen wie Armut, Pflege, Bildung, Migration, Wohnen und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Er ersetzt keine umfassende Wahlentscheidung, sondern ergänzt sie um den sozialpolitischen Blick der Diakonie.

Warum wurden nur diese fünf Themenfelder ausgewählt? Es gibt doch noch mehr soziale Themen!

Wir haben uns auf die Themen konzentriert, die am meisten diskutiert werden und mit denen die Diakonie in Verbindung gebracht wird. Die je vier Thesen zu den Themen bieten zahlreiche Ansatzpunkte, um die Positionen der Parteien differenziert darzustellen. Die Antworten der Parteien auf die 20 Thesen wurden von diesen selbst verfasst.

Warum wurden nicht alle Parteien gefragt und mit ihren Positionen dargestellt?

Wir haben alle Parteien gefragt, die zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2026 zugelassen sind, darunter die derzeit im Landtag vertretenen Parteien. Nicht alle Parteien haben geantwortet oder möchten sich beteiligen.

Gibt der Sozial-O-Mat eine Wahlempfehlung?

Der Sozial-O-Mat gibt keine Wahlempfehlung ab. Indem er zeigt, welche Parteien bei den ausgewählten sozialen Thesen ähnlich oder anders geantwortet haben als Sie, dient er als Wahlentscheidungshilfe. Die Diakonie Mitteldeutschland ruft zur Wahl auf, spricht aber keine Empfehlung für eine Partei aus.

Werden in den Fallbeispielen reale Fälle und Schicksale von realen Menschen dargestellt?

Die gewählten Beispielfälle und die in ihnen dargestellten Personen sind fiktiv. Sie orientieren sich an realen Fällen und spiegeln die Erfahrungen und die Praxis vor Ort wider.

Sind die Positionen der Parteien nicht (fast) alle gleich?

Der Sozial-O-Mat macht deutlich, dass dies nicht stimmt: In sozialpolitischen Fragen unterscheiden sich die Auffassungen und Grundhaltungen der Parteien teilweise sehr stark. Die Beurteilung der Thesen und die Begründungen der Parteien zeigen: Es gibt eine wirkliche Wahl zwischen unterschiedlichen Positionen. Der Sozial-O-Mat möchte helfen, diese Unterschiede erkennbar zu machen und motivieren, die (Wahl-)Möglichkeiten zu nutzen.

Haben sich die Parteien selbst zu den sozialen Thesen geäußert oder wurden ihre Positionen durch die Diakonie aus den Wahlprogrammen gefiltert?

Die Positionen der Parteien zu den Thesen des Sozial-O-Mat stammen von den Parteien selbst. Sie konnten auf die gleiche Weise antworten wie die Nutzerinnen und Nutzer des Sozial-O-Mat mit den Antwortmöglichkeiten „Stimme voll zu“ / „Stimme eher zu“ / „Stimme eher nicht zu“ / „stimme nicht zu“ / „neutral“. Außerdem konnten sie die jeweilige Antwort mit einer Position begründen.

Wie werden meine Antworten mit den Parteien verglichen?

Ihre Antworten werden mit den Antworten der Parteien auf dieselben Thesen verglichen. Je häufiger Ihre Einschätzung mit der Position einer Partei übereinstimmt, desto größer ist die angezeigte Schnittmenge. Die Parteien haben ihre Antworten selbst abgegeben und konnten sie zusätzlich begründen. Das Ergebnis ist keine Wahlempfehlung, sondern eine Orientierungshilfe für die eigene politische Meinungsbildung.

Wird meine Wahlempfehlung veröffentlicht?

Nein, wir sammeln keine personalisierten Daten. Das Ergebnis Ihrer Antworten, die Sie im Sozial-O-Mat eingeben, wird weder gespeichert noch veröffentlicht.

Zudem möchten wir ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Diakonie Mitteldeutschland keine Wahlempfehlungen ausspricht. Die persönliche Schnittmenge in der Auswertung ergibt sich allein aus dem Abgleich Ihrer Antworten mit den Antworten der Parteien.

Was kann ich mit dem Ergebnis anfangen?

Der Sozial-O-Mat hat noch ein weiteres Ziel: Er soll anregen zur Diskussion – in der Familie, im Freundeskreis, in der Schule, am Arbeitsplatz, in der Gemeinde oder im Verein – und dabei den Blick auf wesentliche politische Fragen lenken, die für unsere Gesellschaft von grundlegender Bedeutung sind.